Die Liederoase Natur & Spiritualität
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Labyrinth und Berufung

 

 

 

 

Das Leben ist ein Labyrinth,

in dem ich immer etwas find’ -

nur selten das, was ich begehr’,

drum zieh’ ich daraus eine Lehr’:

Geduldig geh’ ich meine Schritte,

getragen von der stillen Mitte

 

 

 

 

Labyrinthe sind Irrgärten, in denen man sich verlieren, aber auch kunstvolle Muster, in denen man das Leben schauen und erfahren kann. An manchen Orten hat man sie angelegt, um sie zu begehen und oder sie meditierend zu betrachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die menschliche Berufung

 

 

 

Das Leben ist schwer zu meistern und manchmal nicht zu verstehen. Wir Menschen suchen deshalb nach Orientierung und fragen nach unserer Position und unserem Auftrag in der Welt.

 

Der biblische Schöpfungsauftrag von 1. Mose 1/26-28 besagt, der Mensch solle als 'göttliches Ebenbild' gegenüber der Natur und den anderen Wesen KÖNIG sein und herrschen. Das hatte man einst in Auseinandersetzung mit dem babylonischen Mythos formuliert, wo der Mensch dazu erschaffen wurde, die Mühsal der Götter zu tragen und diese zu entlasten (Enuma elis 6/1-16). Dieser demütigenden Stellung setzten die Israeliten entgegen, dass der Mensch eine königliche Position in der Welt einnehmen soll - ebenso, wie die Gottheit über alles regiert. So setzte sich in unserem menschlichen Bewusstsein fest, wir stünden ü b e r allen anderen Wesen und dürften sie und die Natur beherrschen. Angesichts dessen, was daraus geworden ist, werden wir heute neue Worte dafür finden müssen, was die Berufung und der Auftrag des Menschen in dieser Welt sein kann.

 

 

 

 

 

 

Nicht,

 

dass wir uns die Erde unterwerfen, alle Wesen beherrschen und selbst dabei ein möglichst angenehmes Leben führen -

 

sondern, dass wir Mitgefühl entwickeln und Verantwortungsbewusstsein für das, was wir tun und wie wir leben. Wenn wir in Gemeinschaft leben, wenn wir in Verbindung sind mit anderen, wenn wir auch den anderen Wesen wie Pflanzen und Tieren nahe sind, können wir die Liebe leben, zu der wir uns berufen fühlen.

 

 

 

 

Salz der Erde- nicht ihr Gift

Licht der Welt - nicht ihr Verderben

 

 

(zu Mt 5/14-16)

 

 

 

 

 

Mal

 

 

Mal ist der Weg gewaltig,

mal dümpelt er dahin

Mal geht es steil nach oben,

mal weiß ich nicht wohin

 

Mal bin ich reich beschenkt,

mal ist da kein Gewinn

Mal fühl ich mich geborgen,

mal seh' ich keinen Sinn

 

Mal geh ich einfach weiter,

mal ist es nicht mein Ding

Mal bin ich angekommen,

mal treff ich dich und sing

 

 

 

 

Karma

 

 

 

Den alten Knoten

geduldig aufdröseln

Die Härten, Blockaden

behutsam lösen

 

Die alten Bilder,

dürfen verblassen

Man braucht nichts mehr

fürchten, verdammen und hassen

 

Ich nehme das Leben,

so wie es ist:

mal heiter und leicht,

mal mühsam und trist

 

 

 

 

 

 

 

Lohn

 

 

Ein Bauer streute reichlich Samen
auf das steinig wüste Land

Da sollte noch etwas draus werden,

nicht Unkraut nur am Wegesrand!

 

 

Doch viele Vögel fanden Futter
und Dornen wuchsen rigoros
Die Sonne brannte auf den Felsen
Ein w e n i g aber wurd' ganz groß!

 

 

 

 

 

Zu dem Gleichnis vom Sämann Markus 4/3-9:

Ein Sämann ging hinaus und streute seine Samen. Einiges fiel auf den Weg - und die Vögel kamen und fraßen es auf. Einiges fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte und verkümmerte. Einiges fiel unter die Dornen, die erstickten es und es brachte keine Frucht. Doch einiges fiel auf gutes Land, ging auf und wuchs und brachte Frucht, manches dreißigfach, einiges sechzigfach und einiges hundertfach. Wer Ohren hat, mag hören!

 

 

 

 

 

Fata Morgana

(nach einer orientalischen Geschichte)

 

 

 

 

 

"Der Mensch ist der Wolf des Menschen"

(Plautius/Hobbes)

 

 

Aleppo im Herbst 2016 nach einem Luftangriff, bei dem 2 Fassbomben das Krankenhaus der Stadt zerstörten ...

 

 

 

 

Ob der Mensch ein Mensch sein kann - ein sibirisches Märchen
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© Jürgen Wagner