Jürgen Wagner
Jürgen Wagner

 

 

 

Spiritualität und Religion

 

 

 

 

 

BÄUME brauchen keine Spiritualität, Tiere auch nicht. Das ganze Universum pulst und ist in Bewegung, es tönt und leuchtet, es schwingt und entfaltet sich - aber es ist nicht fromm. Der Mensch ist das einzige Wesen, das Spiritualität und Religion lebt.

 

WIR sind das Wesen, das sich seiner selbst - und der Welt - bewußt geworden ist. Wir denken 'über' die Dinge und uns selbst nach - und schauen aus der Distanz. Dies gibt uns Macht und Möglichkeiten - aber auch das Gefühl, die ursprüngliche, 'paradiesische' Einheit und Unschuld verloren zu haben.

 

RELIGIONEN (re-ligio, Rück-bindung) haben sich auf den schweren Rückweg gemacht, die Verbundenheit mit allem wiederzugewinnen. Man kann sich aber auch direkt den natürlichen Wurzeln zuwenden und sich da  öffnen. Da sind alle Dimensionen der Wirklichkeit ursprünglich präsent.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tore zum Paradies

 

 

 

 

Noch nie hat es so gut geschmeckt
Im Augenblick war es erfüllt
Der Apfel hat mich aufgeweckt
Das Paradies mir heut‘ enthüllt

 

 **

 

Was für ein Baum! Was für ein Wesen!
Du stehst hier viele hundert Jahr’
Für den Moment bin ich genesen
Als ich in Ehrfurcht bei Dir war

 

  **

 

Noch nie hab ich ihn so gehört
Noch nie hat er mich so berührt
Der Vogel sang so ungestört
Und hat mich lange noch entführt

 

           **         

 

Noch nie hatt’ ich Dich je geseh’n
Der Tag war nicht besonders hell
Da war’s im Augen-blick gescheh’n

Mein Herz hielt lange nicht mehr still

 

  ** 

 

Es war noch nie so still in mir
So friedvoll und so ganz bereit
Die Stürme haben sich gelegt
Das Meer war sanft, unendlich weit

 

 

 

 

 

 

© Roman Samokhin/Fotolia
Gott ist gegenwärtig
Choral zu Jes 6/2f - Einspielung JW
LANDR-Gott ist gegenwärtig3.mp3
MP3-Audiodatei [4.3 MB]

 

 

 

 

The Way

 

 

 

 

 

Wherever you will go
Whatever you will know
Whatever you will gain
Whatever you will complain

 

Whatever you will see
Wherever you will be
Whoever you will meet:
The way is always under your feet

 

 

 

 

 

© hd-design - Fotolia.com

 

 

Transzendenz

 

 

Die Himmel und die Welten
Man fragt sich, was sie gelten

Was könnte man erleben?
Könnt' man in Höhen schweben?

 

Gibt's Götter, Paradiese,
die bess're Welt als diese?

Die Tiefen und die Sphären,
wo wir auch mal gern wären?

 

Was wir niemals vernehmen,
die Lichter und die Schemen:

es ist doch alles mit uns da,
zugleich ganz fern und auch ganz nah

 

 

 

 

 

 

Transzendenz
Text und Musik JW
LANDR-Transzendenz.mp3
MP3-Audiodatei [5.1 MB]

 

 

 

 

Impulse

 

 

 

 

Setz Dich wieder auf den Boden

Schwimm in einem kleinen See

Schau zur Nacht die Sterne droben

Sieh des Tags, was in der Näh'

 

Streife wieder durch die Wälder

Steig auf einen kleinen Berg

Gehe über leere Felder

Mut Dir zu ein kleines Werk

 

Bete wieder wie die Alten

Bitt' den Ahn', die Himmelswelt

Dass das Beste wir entfalten

Und zurechtkommt, was entstellt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Tag bricht an
Choral M. Vulpius 1609, Einspielung JW
LANDR-Der Tag bricht an.mp3
MP3-Audiodatei [3.3 MB]

 

 

 

 

 

 

Das Gebet

 
 
 
 

Ich hab ein kleines Weltenhaus
mit Räucherwerk und Kerzen
Da leg ich meine Bitten rein,
den Dank und auch die Schmerzen

 

Die kleinen Zettel mehren sich
in sehr bewegten Zeiten
Doch Pflanzen grünen immer dort
bei allen Schwierigkeiten

 

Das Haus ist offen, steht bei mir
am stillen Ort der Kräfte
Die Gottheit, sie wohnt überall
und feine hohe Mächte

 

 

 

 

Ein nach altchinesischem Vorbild getöpfertes Mondhaus mit dem Seelenvogel auf dem Dach

 

 

 

 

 

 

Frömmigkeit der Zukunft

 

 

 

 

Man möge das Wasser


nicht mehr dort schöpfen
wo es steht,
sondern dort,
wo es fließt

nicht mehr dort,
wo es so vieles mit sich führt,
sondern dort,
wo es sauber ist

nicht mehr dort,
wo es lauwarm ist,
sondern dort,
wo es erfrischt

nicht mehr nur dort,
wo viele sind,
sondern auch dort,
wo noch keiner war

 

 

 

 

 

 

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