Jürgen Wagner
Jürgen Wagner

 

 

 

Tiere (an Land)

 

 

 

 

 

 

Die Tiere sind unsere nächsten Verwandten als Menschen und unsere Ahnen. Der Graben ist nicht so absolut, wie wir das meist empfinden. Weder sind w i r gottgleich, noch sind die Tiere 'nur' Tiere. Überall, wo eine Begegnung zwischen Mensch und Tier geschieht, gehen uns die Augen auf - und das Herz - und wir erkennen!

 

 

Wir  s i n d  das Tier, das sich vor ca. 2 Millionen Jahren auf dem afrikanischen Kontinent aufrichtete, seine Vorderbeine nun völlig frei zum Greifen und Handeln ausbilden konnte und: etwas Distanz bekam. Es konnte länger und bewusster schauen und wahrnehmen. Nur in diesem Abstand war es möglich Erkenntnis, Rationalität, Werkzeuge und Technik zu entwickeln.

 

Über viele Stufen und große Zeiträume entwickelte sich das 'animal rationale', das rationale Tier, das wir heute sind. Eine stolze Errungenschaft und Größe, aber auch eine schwere Last und Versuchung. Wir leben fast nur noch reflektierend und fühlen uns durch diesen Abstand vom wahren Leben irgendwie ausgeschlossen. Wir werden immer mächtiger und immer mehr. Wir werden für die Erde fast so etwas wie ein Krebsgeschwür, das alles auffrisst und zu einer Bedrohung für den Gesamtorganismus wird. Unsere Tierahnen werden fabrikmäßig gehalten, gedemütigt und geschlachtet. Sie dienen unserer Forschung, unserer Medizin, unserer Jagdlust, unserer Wirtschaft. Stehen Tiere irgendwo den menschlichen Interessen im Weg, müssen natürlich s i e weichen, nicht wir. W i r  sind ja schließlich die Krone der Schöpfung, haben einen höheren Wert und ein höheres Lebensrecht ... .

 

Auch wenn uns das nicht bewusst ist: wir könnten nie ohne die Tiere auf der Erde leben. Nicht nur, weil wir uns von ihnen auch ernähren, sondern weil sie auch unsere stillen Gefährten sind. Wir würden als Menschen schlicht vereinsamen.

 

 

 

 

 

 

 

Nach unserer Zeugung durchlaufen wir Menschen alle noch einmal im Eilschritt die ganze Evolution: im Mutterleib sind wir 9 Monate im Wasser. 4 Wochen nach der Befruchtung ähnelt der Embryo mehr einem Fisch als einem Menschen: er besitzt Kiemenspalten und hat einen Schwanz.  Zur 6. Woche sind diese Merkmale wieder verschwunden. Wurden wir geboren, liegen wir lange Zeit (im 'Nest'), dann krabbeln wir  erst mal langsam auf allen vieren, bis es uns irgendwann mit großer Mühe gelingt - wie damals - uns aufzurichten - und zu gehen.

 

 

 

 

 

 

 

Das Erste, was unsere Vorfahren in der Steinzeit  gezeichnet und dargestellt haben, waren die großen Tiere. Das Gefühl tiefer Verbundenheit mit den Tieren wiederzugewinnen und unserer Tierhaltung anzupassen - das wäre ein Akt der Solidarität, der dem Menschen gut anstünde.

 

 

Höhlenmalereien von Chauvet (Südfrankreich), ca. 30-40 000 Jahre v. Chr.
Franz Marc: Turm der Blauen Pferde, 1913. Er konnte die erst 1994 entdeckten Darstellungen von Chauvet nicht kennen

 

 

 

 

 

 

 

 

Tieren begegnen

 

 

 

 

Verabschiede Dich zuerst von dem Vorurteil,
dass Du ein hohes Wesen bist
- und sie nur 'Tiere'
Sie sind unsere Ahnen

 

Vertraue darauf, dass es immer möglich ist, mit Tieren zu reden und zu kommunizieren - so wie wir als Kinder den direkten Draht nutzten
Sie sind seelenvolle, etwas weniger bewusste, aber hochbegabte Wesen wie wir

 

Gehe davon aus, dass sie (in ihrem Kontext) sehr klar sind, präsenter als wir
und in einem einzigen Moment die Situation realisieren
- oft vollständiger als wir -
und entscheiden

 

Akzeptiere ihre Reaktion
- auch wenn sie keinen Kontakt wollen -
und bleibe geduldig

 

Erwarte nicht, dass der Kontakt über die körperliche Berührung geht
Es gibt viele Weisen der Begegnung und des Sich-Berührens

 

Versuche, Deine Furcht abzulegen
Sie ist ein Hindernis für die Begegnung
Tiere fürchten uns oft noch mehr als wir sie

 

Begegne ihnen mit offenem Herzen und möglichst ohne Erwartungen
Sie spüren die Schwingungen, die Du unbewusst aussendest
Komme als Freund!

 

Verzichte auf Mitleid - selbst wenn Du Tiere in Gefangenschaft, im Zoo, in Boxen triffst
Du wirst sehen, ob sie glücklich sind oder nicht
und was sie vielleicht brauchen, um auch unter solchen Umständen ein gutes Leben führen zu können
Begegne den Tieren mit innerer Ruhe, Achtsamkeit und Mitgefühl - das spüren sie und erkennen es an

 

 

 

 

http://www.tierkommunikation.eu/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tiere

 

 

 

Tiere werfen keine Bomben, Tiere führen keine Kriege
Tiere foltern keine Wesen, Tiere feiern keine Siege
Tiere glauben keinen Göttern, Tiere brauchen keine Sorgen
Tiere leben nicht im Gestern, Tiere leben nicht im Morgen

Tiere planen keine Morde, Tiere kennen keine Gier
Tiere schaden nicht der Erde, Tiere sind ganz fraglos hier
Tiere kaufen keine Länder, Tiere können sehr klar führ'n

Tiere sind instinktgeleitet, Tiere sind so fein im Spür'n

 

 

 

 

 

 

 

 

 
HUNDE und MENSCHEN leben seit 15 000 Jahren zusammen. Aus der ursprünglichen Zweckgemeinschaft von Futter und Jagdhilfe wurde mit der Zeit eine gegenseitige Bindung und Anpassung. Selbst unsere engsten Verwandten, die Schimpansen, sind nicht in der Lage, uns  s o  zu verstehen - und wir sie. 'Der Hund (Wolf) ist das einzige Tier, das in eine wirkliche Beziehung zum Menschen eingetreten ist und wir zu ihm'.
 
 
 
 
© amphaiwan - Fotolia.com

 

 

Schmetterling

 

 

 

 

Um ein Schmetterling zu werden
ein paar Tage auf Erden,
der in Schönheit erscheint
und auf Blüten verweilt,
der tanzt und der fliegt
und in Lüften sich wiegt

 

muss man lange Monate
kriechen
fressen
sich häuten
Gestalt werden
hindurchbrechen

 

 

 

 

 

 

       Baumschlange © Liviu Pazargic - fotolia

 

 
 
 
Schlangen
 
 
 

 

Die Wesen auf Land haben Beine und Hände
Die Tiere zu Wasser nutzen Flossen und Schwanz
Die Schlangen, die ach so geschickt und behende
Die verzichteten einst auf die Gliedmaßen ganz

 

Sie gleiten, sie winden, sie klettern in Wipfel
Sie schwimmen, sie tauchen in vielen Meer'n
So geschickt, elegant, das ist schon ein Gipfel
Zu spät oft, um jemanden noch zu belehr'n

 

Sie schmecken die Luft und alle Gerüche
Sie spüren den Boden, leiseste Schwingung
Agieren blitzschnell und setzen die Stiche
Empfinden Wärme in Differenzierung

 

Sie leben allein, kennen nicht ihre Kinder
Sie dösen und schlafen so manche Zeit
Sie sind gewiss keine teuflischen Sünder
Nur focussiert, geduldig und völlig bereit

 

Sie wachsen beständig bis ins Alter

Und tragen dabei die schuppige Haut

Die periodisch gelassen und ein Gestalter

Des Neuen, das mühsam aufgebaut



 

Schlangenhaut © MEV Verlag

 

 

 

 

Mehr als 100 Millionen Jahren v o r den Menschen entwickelten sich die Schlangen. Sie verzichteten auf ihre Gliedmaßen, entwickelten eine andere Art der gleitenden Fortbewegung und hatten durch diesen Verzicht großen Erfolg. Durch ihre Kraft, List und Schnelligkeit verbreiteten sie sich fast über die ganze Erde und haben einen großen Artenreichtum entfaltet. Für den Menschen sind sie eines der mächtigsten Symboltiere geworden: Repräsentant des giftigen und hinterhältigen Bösen, aber auch des heilenden Arztes, Inbegriff der Lebenskraft und des Heiligen, aber auch der Gefahr, des Beängstigenden.

 

 

 

 

 

 

 

Die goldspenden Schlange.pdf
PDF-Dokument [392.1 KB]
Cows © Jolanta Mayerberg/fotolia

Die Kuh

 

 
 
 

Die glücklichen Kühe auf saftiger Wiese
Ist unserer Landwirtschaft schöne Devise
Nur stehen die Tiere zeitlebens im Stall
Mit Kraftfutter aufgepumpt überall

 

Die Kühe sollen  n o c h  Größeres leisten
Bei diesen niedrigen Milchmarktpreisen
Das Euter wird riesig, die Kuh wird krank
Sie kann nicht mehr stehen und wird zum Dank

 

Medizinisch behandelt - denn freie Natur
Ist Luxus geworden in uns’rer Kultur
Ihr Fell wird matt, die Fruchtbarkeit sinkt
Die Klauen erkranken und fürchterlich stinkt

 

Der Stall mit den Tieren und offenen Wunden
Der Leib ausgezehrt - bei all den Stunden
Die so eine Kuh ihr Leben verbringt
Da schämt sich manch einer, der ihre Milch trinkt

 

 

 

 

 

Anm.: Das Leiden der Kühe ist weithin nicht im Bewusstsein. In keinem Bereich der Landwirtschaft sterben so viele Tiere (in Deutschland 7-800 000 jährlich) aufgrund von Erkrankungen, die durch den wirtschaftlichen Druck zu immer größerer Milchproduktion entstehen.

 

 

 

 

Was ein alter skandinavischer Herdenruf heute noch bewirken kann ...

 

 

 

 

 

 

 

Der Hirsch

 

 

 

 

 

Das Morgenlicht ist schon erwacht
Der Hirsch erhebt sein stolzes Haupt
Die Erde ist noch taubenetzt
Schon geht des neuen Tages Lauf

 

Sein Ruf hallt weit hinaus ins Land
Er rüstet sich für diesen Tag
in Freiheit, Kraft und aller Würde
Allein zu sein, das macht auch stark

 

Er läuft die wohlbekannten Pfade
Er steigt hinauf und stiebt hinab
Kaum einer hindert seine Wege
Zum Wasser zieht es ihn mit Macht

 

Er kommt zum Lauf des kleinen Flusses
und trinkt das herrlich kühle Nass
So kann das Leben weiter fließen,
braucht keine Sorgen, keinen Hass

 

Noch and’re sind im nahen Wald
auf Wiesen und in lichten Höh’n
Es hält sie stark ein inn'res Band
So kann das Leben weitergeh’n

 

Es ist für ihn kein Platz bereitet
Er muss ihn finden und dort s e i n
Muss ihn behaupten, Partner suchen
Lautstark bekunden: 'HIER IST MEIN'!

 

So stattlich sein hat seinen Preis
Er trägt sehr schwer, frisst viel und kämpft
Verliert bisweilen, blutet auch
und lebt auch mal etwas gedämpft

 

Der Abend senkt sich in die Fluren
Zum Wald hat 'er' sich aufgemacht
Geschützt und still kaut er das wieder
was dieser Tag ihm dargebracht

 

 

 

 

Psalm
Musik, Text und Gestaltung: JW
PSALM ..mp4
MP3-Audiodatei [71.8 MB]

 

 

 

Die Hirsche sind - bis auf die Brunftzeit im Herbst - Einzelgänger, während die Hirschkühe im Verband mit den Jungen leben. Ihr mächtiges und schweres Geweih, das ihre ganze Erscheinung bestimmt, wird jedes Frühjahr abgeworfen und muss erst wieder nachwachsen. Da muss der Hirsch bis zu 20 kg am Tag an Gräsern, Rinde, Pilzen und Beeren zu sich nehmen. Die Wissenschaft rätselt bis heute über diesen riesigen Aufwand. Der jährliche Neuaufbau könnte so etwas wie ein internes Regulativ sein: die gewaltige Kraft, Präsenz und Potenz ruft vielleicht nach einem starken Gegengewicht. Oder man entledigt sich wenigstens für ein paar Monate mal dieser Last, die ungefähr einem mit Wasser gefüllten Eimer entspricht, den wir ständig auf dem Kopf trügen.

Ein 'kapitaler' Hirsch sammelt gerne ein ganzes Rudel von weiblichen Tieren um sich, das er aber gegen Rivalen verteidigen muss. Mit einem 'ausschweifenden Leben' in unserem Sinne hat das wenig zu tun, auch nicht mit Macht und Herrschaft über das andere Geschlecht. Es ist in der Natur nie ein Problem, wenn die (männliche) Lebenskraft vielfach weitergegeben wird - selbst in der Menschheitsgeschichte ging die Weitergabe des Lebens und das Fortbestehen fast immer über persönliche Rücksichtnahmen und Bindungen. Wir mögen in unserer Zeit Bibliotheken füllen mit Beziehungsdramen - in Wirklichkeit folgen wir übergeordneten Kräften, die wir nur selten wirklich beherrschen und führen können - geschweige denn erfassen.

 

 

 

 

 
 

Big Game Hunting

 

 
 
You want to hunt
you want to kill
You want a triumph
you want a thrill

So take a weapon
and those have none
No need for fairness
you'll have great fun

One shot, one blow
one strike, one fall
Well, you are the hero
and superior to all
 
 
 
 
 
 
Elefanten
Musik und Gestaltung: JW
Elefanten.mp4
MP3-Audiodatei [50.0 MB]

 

 

 

 

 

Elefanten sind die größten landlebenden Tiere und ihre Vorfahren bevölkerten schon vor 55 Millionen Jahren mit 350 Arten die Erdteile, lange vor dem Homo sapiens. Drei Gattungen sind bis in unsere Zeit übrig geblieben: der Afrikanische Elefant, der Asiatische und der noch wenig erforschte Waldelefant. Vor dreihundert Jahren gab es noch rund zehn Millionen Elefanten. Heute sind es insgesamt nur noch rund 450.000 Exemplare.

 

Das Familienleben der Elefanten spielt sich hauptsächlich unter den Weibchen ab. Während die Männchen ab der Pubertät immer mehr zu Einzelgängern werden, verbleiben die Weibchen ihr Leben lang in ihrem Familienbund. Durchschnittlich zehn miteinander verwandte Elefantenmütter und ihre Kälber bilden die fest verbundene Herde. Das dominanteste Weibchen mit der größten Erfahrung führt die Gruppe an. Diese Leitkuh bestimmt das Familienleben und stellt sich bei Gefahr als Erste schützend vor ihre Herde.

 

 

 

 

Bild © Dreadlock/Fotolia

 

 

Elefanten

 

 

 

Als Hand, da nimmt er seine Nase
Von weitem riecht er die Oase
Er stapft durch Wälder und Savanne
Und seine Art, die gibt's schon lange!

 

Der Mann, er geht für sich alleine
Macht sich mit 12 schon auf die Beine
Die Frauen gehen mit den Kindern
Zur Paarung werden sie sich finden

 

Die Herden sind meist unterwegs
Eine Alte führt sie stets
Gerät mal jemand ins Verderben
Trauern sie bei jedem Sterben

 

Zwei große Zähne sind ihm eigen
Sein 'Elfenbein' mag er wohl zeigen
Ist er in Not, kann er auch stoßen
In Schranken weisen j e d e n Großen

 

Die Nahrung ist nur vegetarisch
Am Tag, man nehme exemplarisch
Gräser, Blätter, auch mal Äste:
zweihundert Kilo, aber feste!

 

Trompeten mag er manchmal laut
Er hat auch eine eine dicke Haut
Doch fühlt er fein und miteinander
Und immer sind sie füreinander

 

Sie sprechen auch, doch nicht für uns
Mit Infraschall, das ist 'ne Kunst
Die keiner von uns je versteht
Doch über Kilometer geht

 

Uns Menschen nur hat er als Feind
Wenn unserereins mal Böses meint
Ist mit ihm freilich nicht zu spaßen
Sie können rennen, können rasen

 

Soll ER noch mit uns weiterleben
Dann sollten wir ihm etwas geben
Den Raum, die Nahrung, Schutz und Würde
Nur lebend ist er eine Zierde

 

 

 

 

 

 

 

 

Bärin mit Jungen © lucaar/fotolia

 

 

 

 

Der Bär

 

 

 

Bewohner von Höhlen, der Winterschlaf hält
Der sehr viel allein, sich zur Liebe gesellt
Der vielseitig reich sich bestens ernährt
Als Besucher gefürchtet, als Krafttier bewährt

 

Bewundert, verehrt und sagenumwoben
Gejagt und verfemt, fast ausgestorben
Wir fühlen uns diesem Wesen sehr nah
Der schon für uns Kinder in Nächten da war

 

Der Ranghöchste ist er in seinem Revier
Gefürchtet, gemieden, ein mächtiges Tier
Dem Hunde nahe wittert er bald
Gefahr, die ihm droht - da macht er mal Halt

 

Er stellt sich dann auf und schaut ringsumher
Wirkt mächtig und groß und auch etwas schwer
Doch meide man lieber diesen Konflikt
Bewahre die Ruhe und spreche geschickt

 

Ein Sinnbild der Stärke, ein Wesen der Kraft
Ein sehr guter Schwimmer, der vieles leicht schafft
Er klettert, liebt Honig und warm ist sein Fell
So macht- und friedvoll, wenn's sein muss, auch schnell

 

Vielleicht brauchst du heute ein sehr dickes Fell
Dann bitte den Bären Dir einmal zur Stell'
Mit warmem Herz und seiner Stärke
Da gehst Du in Ruhe und Kraft zu Werke

 

 

 

 

 

 

Anm.: Bären gehören zu den 'hundeartigen Raubtieren', zu denen auch die Robben, Walrosse, Pandas und Marder zählen. Sie haben in Europa ihre Lebensräume großteils verloren, doch leben in Kuscheltieren, Kinderbüchern und Filmen, in Wappen und Redewendungen, Märchen und Mythen weiter. Obwohl sie Raubtiere sind, ernähren sie sich zu einem guten Teil vegetarisch von Beeren, Kräutern, Pilzen u.a. Sie sind scheue Einzelgänger und finden sich nur zur Paarung zusammen - danach geht jeder wieder seiner eigenen Wege. Sie halten einen Winterschlaf über 4-5 Monate, den sie ohne Nahrung überstehen - nachdem sie sich vorher sehr reichlich satt gefressen haben. Vielleicht ist diese Situation vor oder nach dem Winterschlaf der Ursprung des 'Bärenhungers'.

 

 

 

 

 

 

 

The Bees

 

 

 

 

 

A great population

A queen at the head

Their house, a sensation

Most people wide spread

 

They're gathering nectar

But having a sting

Our plant’s protector

With every wing

 

They fly so funny
They work so much
They're more than honey
Oh, get in touch!

 

 

 

 

 

 

Vor allem wegen der Gifte, die in der Landwirtschaft verwendet werden, sterben die Bienenvölker in bedenklichem Ausmaß.

Von A. Einstein ist das Zitat überliefert: Wenn die Bienen sterben, sterben die Menschen 4 Jahre später.

„Jedes Jahr werden im Bienenstaat mehrere Königinnen geboren. Aber nur eine darf bleiben. Wenn im Frühjahr die erste junge Königin schlüpft, verlässt die Altkönigin mit einem Teil des Volks das Nest. Sie gründet einen neuen Staat. Zwischen den frisch geschlüpften Jungköniginnen entbrennt ein Rivalinnenkampf, den nur eine überlebt. Wer diesen gewinnt, wird Königin.

Die Königin ist die einzige Biene im Volk, die Nachkommen zeugt. Im Frühjahr legt sie bis zu 2000 Eier pro Tag in den Brutzellen des Bienenstocks ab. Aus den befruchteten Eiern schlüpfen die weiblichen Bienen, die Arbeiterinnen und Königinnen, aus den unbefruchteten Eiern die Männchen, die Drohnen.

Zu Arbeiterinnen wachsen die Larven heran, die Pollen, Honig oder Nektar naschen. Zu einer Königin entwickeln sich nur jene Larven, die mit reiner Bienenmilch aus der Kopfdrüse einer Arbeiterin gefüttert werden, dem Gelee Royal. Eine Königin paart sich nur einmal im Leben auf dem Hochzeitsflug, dann allerdings mit 15 bis 20 verschiedenen Drohnen. Der Spermienvorrat, den die Königin dabei ansammelt, reicht für ihr ganzes Leben, also für etwa vier Jahre.

Schon am Tag, an dem sie schlüpft, beginnt für die Arbeiterin die erste Schicht. Während der ersten fünf Lebenstage bereitet sie die Wabenzellen für die Eiablage vor, indem sie diese putzt. Sie wird zur Ammenbiene, füttert und betreut die Brut und verstaut den Nektar. Später beginnt die Biene mithilfe der Drüsen am Hinterleib Wachs zu produzieren, mit dem sie die Waben baut. Sie ist nun eine Baubiene. Sie übernimmt Wachdienste, um Feinde abzuwehren. Auch das Erzeugen von Honig, zählt zu den Aufgaben einer Arbeiterin.

Die Biene schwirrt aus, um Nektar und Pollen zu suchen. Die Tiere weisen sich gegenseitig durch Tänze den Weg zur Nahrung. Nach etwa sechs Wochen geht das Leben einer Sommerbiene zu Ende. Die Arbeiterinnen, die im Herbst geschlüpft sind, werden bis zu neun Monate alt. Sie bringen die Königin durch den Winter, indem sie diese füttern, und ziehen die erste Brut im Frühjahr auf.

Im Frühjahr und Sommer legt die Königin Hunderte unbefruchtete Eier, aus denen Drohnen schlüpfen. Die Arbeiterinnen kümmern sich um diese und geben ihnen zu fressen. Die Drohnen selbst gehen nicht auf Nahrungssuche und auch ein Stachel fehlt ihnen. Der Sinn und Zweck ihres kurzen Daseins ist es, auf dem Hochzeitsflug die Königin zu befruchten".      (Quelle: www.planet-wissen.de)

 

 

 

 

 

 

Dressurreiten © kehrey de - Fotolia

 

Dressur

 

 

 

Bären drehen sich an Ketten,
Pferde tanzen Pirouetten
Elefanten machen brav das Männchen,
Der Dresseur, der hat ein Händchen

 

Hunde nehmen sofort Platz
Papageien sagen einen Satz
Löwen springen durch den Ring
Nashorn schön im Kreise ging

 

Der Delphine Formation
Seelöwen - die Attraktion!
Kunstvoll sie doch balancier'n
Kann mich herrlich amüsier'n!

 

Sollte man mal uns dressier'n
wie man läuft auf allen vier'n
wie man grunzt und wie man bellt
- und mal die Tierwelt unterhält!

 

 

 

 

Anm.: Geschrieben anlässlich des Todes der erfolgreichen Dressurreiterin Christine Wels, die am 14.7.2015 beim Training von ihrem plötzlich ausschlagenden Pferd mit tödlichen Folgen am Kopf getroffen wurde. Sie wurde blutend in ihrer Reithalle aufgefunden, das Pferd stand erstarrt neben ihr. 3 Tage später starb sie. C. Wels war zuvor mehrfach wegen Tierquälerei angezeigt und auch verurteilt worden.

 

 

 

 

 

 

 

 

© DoraZett- Fotolioa

 

 

 

Der Esel

 

 

 

Ein Esel, der ist eigen, störrisch
sehr langsam auch und etwas mürrisch
Ein Dummkopf ist er obendrein
Dies Grautier, das will niemand sein

 

*

 

Ein Esel überlegt nicht viel
Doch mit Bedacht kommt er ans Ziel
Geht Schritt für Schritt und trägt die Last
Sehr sicher, kraftvoll, ohne Hast

 

 

 

 

 

Anm.: Der Esel ist eine in Nordafrika domestizierte Pferdeart, die in vielen Teilen der Welt teilweise wild vorkommt und als Haus- und Nutztier gehalten wird. Es sind sehr genügsame Tiere, die, aus dem Ödland stammend, lange Zeit ohne Wasser und Nahrung überleben können. Ihr Orientierungssinn ist überragend. Einen Weg, den er schon einmal gegangen ist, findet der Esel auch nach Jahren sicher wieder. Selbst auf unwegsamem Gelände geht er trittsicher und fehlerlos. Wehrlos ist er nicht: gegen Kojoten, Hyänen und andere Räuber dreht er sich und schlägt mit den Hinterbeinen aus. Mit seinen großen Ohren nimmt er Geräusche selbst in weiter Entfernung wahr. Dennoch ist er in der Alltagssprache negativ besetzt: sein Eigensinn und seine Zurückhaltung wird ihm nicht als Stärke, sondern als Trägheit und Faulheit ausgelegt. Er wurde zum Synonym für Dummheit, Starrsinn und Trottelei. Das gilt bis hinein in die Dichtung (H. Heine: Die Wahlesel). Dagegen schildert die Bibel, dass er klüger ist als der Prophet und diesen vor Gefahr warnt (4. Mose 22) und als Reittier des Königs Sanftmut und Demut repräsentiert (1. Kön 1/33ff, Sach 9/9, Mt 21/4f).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Artensterben

 

 

 

Noch zählen sie zu den Giganten
Die Wale, Tiger, Elefanten
Der Eisbär, Panda, die Schildkröte
Was wissen wir um ihre Nöte?

 

Zig-tausend Arten jedes Jahr
Verschwinden jetzt und immerdar
Die Schuld daran hat doch der Mensch
der duldet keine Konkurrenz

 

Er nimmt, was immer ihm gefällt
Er jagt und tötet und er stellt
die Tiere, wo sie ungestört
Selbst wenn die ganze Art aufhört

 

Die Hilfe kommt, doch kommt sie spät
Zum Umweltschutz man dringend rät
Doch was man tut, braucht Geld und Kraft
Für Reservate, die man schafft

 

 

 

 

Anm.: Große Artensterben gab es fünf Mal in den vergangenen 540 Millionen Jahren - und ein weiteres sei in vollem Gange, warnen Forscher. Fünf bis neun Millionen Tierarten gebe es derzeit weltweit, und jedes Jahr verschwänden Tausende von ihnen.

 

 

 

Artensterben
Musik, Text und Sprecher: JW
LANDR-Artensterben2.mp3
MP3-Audiodatei [5.0 MB]
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© Jürgen Wagner