Jürgen Wagner
Jürgen Wagner

 

Mutter Erde

 

 

 

 

 

Die Naturvölker haben die Erde gerne als Mutter  angesprochen und geehrt. Ihre Kinder sind all die Pflanzen, Tiere und Menschen, die sie hervorgebracht hat. Tatsächlich verdanken wir dem glücklichen Zusammenwirken von Sonne und Erde die Entstehung des Lebens auf diesem Planeten, die ‚Schöpfung‘. Wir müssten weit reisen, bis wir so eine Konstellation und Entwicklung im Universum noch einmal finden. So ist es kaum zu ermessen, was es bedeutet, dass wir in dieser Gestalt hier auf der Erde leben dürfen.

 

 

 

 

 

 

Der Aufgang der Erde vom Mond aus

 

 

 

 

 

 

 

 

Mondreise

 

 


 

Heut abend flieg ich auf den Mond,

betracht' die große blaue Erde

und werde sicher reich belohnt

vom Stern, auf dem ich leb und sterbe!

 

An Schönheit sucht er seinesgleichen

im Universum weitumher

So etwas je einmal erreichen

wiegt wundersam äonenschwer

 

Es Ist ein zauberhafter Garten,

das braune Land, die Meere, Seen,

der Reichtum all der vielen Arten,

die großen Wälder, Bergeshöh'n

 

 

Doch Wälder schwinden, Arten gehen

Die Pole schmelzen jäh dahin

Die Wüsten wachsen, Stürme wehen

Hat dies denn einen tief'ren Sinn?

 

Was lebt, kann auch einmal erkranken

An 'Homo sapiens' leidet der Planet

Wer weist d e n noch in seine Schranken

Um den sich alles nur noch dreht?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was uns gehört

 

 

 

Die Wälder sind nicht ‚uns’re‘ Wälder

Noch Ozeane ‚unser‘ Meer

Gebirge sind nicht ‚uns’re‘ Berge

Die Sterne niemals ‚unser‘ Heer

 

Die Kinder haben i h r e Seele

Die Winde ihre eig'ne Kraft

Das Land ist Teil der großen Erde

Und wir ein Traum, noch nicht erwacht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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© Jürgen Wagner