Jürgen Wagner
Jürgen Wagner

 

Mutter Erde

 

 

 

 

 

Die Naturvölker haben die Erde gerne als Mutter  angesprochen und geehrt. Ihre Kinder sind all die Pflanzen, Tiere und Menschen, die sie hervorgebracht hat. Tatsächlich verdanken wir dem glücklichen Zusammenwirken von Sonne und Erde die Entstehung des Lebens auf diesem Planeten, die ‚Schöpfung‘. Wir müssten weit reisen, bis wir so eine Konstellation und Entwicklung im Universum noch einmal finden. So ist es kaum zu ermessen, was es bedeutet, dass wir in dieser Gestalt hier auf der Erde leben dürfen.

 

 

 

 

 

 

Der Aufgang der Erde vom Mond aus

 

 

 

 

 

 

 

 

Oh preist das Leben auf der Erd‘

 

              

Oh preist das Leben auf der Erd‘,
das so viel Schönheit uns beschert,
das sich entfaltet, sich erhält,

in Tag und Nacht ist es gestellt

 

Oh lasst uns uns’re Stimm‘ erheben,

uns’re Händ‘ und Füße regen,

hegen diesen großen Garten,

wahren seine vielen Arten

 

Oh liebt das Leben auf der Erd‘!

Es ist die große Mühe wert,

die Arbeit und das Auferbau’n,

das Lernen, Hoffen und Vertrau‘n    

 

Oh schützt das Leben auf der Erd‘,

die große Reise ist es wert,

dass jeder gibt und jeder nimmt,

wir miteinander glücklich sind     

 

Oh ehrt das Leben auf der Erd‘,

das sich von and’rem Leben nährt,

gefährdet sind wir alle Zeit,

doch auch zu einem Ja bereit     

 

Und zweifeln wir an Mutter Erd‘,

wohin sie mit der Menschheit fährt,

ein Regenbogen uns erscheint:

schau wie es ist und wie‘s gemeint! 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mondreise

 

 


 

Heut abend flieg ich auf den Mond,

betracht' die große blaue Erde

und werde sicher reich belohnt

vom Stern, auf dem ich leb und sterbe!

 

An Schönheit sucht er seinesgleichen

im Universum weitumher

So etwas je einmal erreichen

wiegt wundersam äonenschwer

 

Es Ist ein zauberhafter Garten,

das braune Land, die Meere, Seen,

der Reichtum all der vielen Arten,

die großen Wälder, Bergeshöh'n

 

 

Doch Wälder schwinden, Arten gehen

Die Pole schmelzen jäh dahin

Die Wüsten wachsen, Stürme wehen

Hat dies denn einen tief'ren Sinn?

 

Was lebt, kann auch einmal erkranken

An 'Homo sapiens' leidet der Planet

Wer weist d e n noch in seine Schranken

Um den sich alles nur noch dreht?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was uns gehört

 

 

 

Die Wälder sind nicht ‚uns’re‘ Wälder

Noch Ozeane ‚unser‘ Meer

Gebirge sind nicht ‚uns’re‘ Berge

Die Sterne niemals ‚unser‘ Heer

 

Die Kinder haben i h r e Seele

Die Winde ihre eig'ne Kraft

Das Land ist Teil der großen Erde

Und wir ein Traum, noch nicht erwacht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WETTERLEUCHTEN

 

 

 

Wenn Schmetterlinge fehlen und Bienen sterben,
keine Frösche im Teich mehr umeinander werben,
keine Lerchen mehr singen, keine Schwalben jagen,
dann ist es zu spät, zu jammern und klagen

 

Wenn die Meere vermüllen und die Fische verenden,
wenn immer mehr Menschen Ressourcen verschwenden,
wenn Temperaturen steigen, das Meer sich hebt,
dann ist es für kluge Worte zu spät

 

Wenn Technik sich verfeinert, Menschen verrohen,
 Tyrannen herrschen, Katastrophen drohen,
wenn der Kampf um Wasser und Nahrung beginnt,
dann wird man sagen: wie war'n wir doch blind!

 

H e u t' ist der Tag und jetzt ist die Zeit,
die Gier zu beenden, unnötiges Leid
H i e r ist der Ort, in Frieden zu leben
die Natur zu achten, zu lieben, zu hegen

 

 

 

 

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