Jürgen Wagner
Jürgen Wagner

 

 

Politik und Gesellschaft

 

 

 

 

Politik ist die Sorge um die 'Polis', die Stadt, um das Gemeinwohl. Leidenschaft, Verantwortungsgefühl und Augenmass sind nach dem Soziologen Max Weber Voraussetzungen und die Anforderungen an einen Politiker (Politik als Beruf, 1917). Diese Maßstäbe kann man auch heute noch anlegen. Die Macht, die Möglichkeit, etwas zu machen und die Fähigkeit etwas bewirken zu können, ist die Beigabe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Riese Nimmersatt

 

 

 

Kennst Du den Riesen Nimmersatt,
der wohl ein Herz aus Steinen hat
Er will so viel und immer mehr,
der Reichtum wird ihm nie zu schwer

 

Was er mal hat, will er behalten
und möcht‘ mit Macht auf Erden walten
Er nimmt, was immer ihm gefällt
und münzt es um in kleines Geld

 

Er fällt die Bäume, tötet Tiere
und achtet keins ihrer Reviere
Er herrscht und er bestimmt allein
und alles, was da ist, ist sein

 

Er forscht und er will alles wissen
und ordnet seine Welt beflissen.
Da sprach zu ihm der hohe Berg:
Steh einmal still, du kleiner Zwerg

 

Bedenke, was Du tust auf Erden,
sonst wird noch Schlimmeres uns werden
Nutz dein Talent und deine Macht
und handle weise, mit Bedacht

 

Wir sind doch alle miteinander
in einem Boot und aufeinander
angewiesen und verwandt
So lass uns achten dieses Band!

 

 

 

 
 
 
 
 
 
HOME
 
 
 
 
Home is not only, where we are from
Home is, where we are and we belong
 
Home is not, where we have to flee
Home is a place, where we can be
 
Home is not without friend,  sister and brother
Home is, where we look at and listen to each other
 
Home is not, where we hate,
Home is, where we open each other the gate
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

Die Jotamfabel

 

 

 

So viele Bäume, allein und in Wäldern
Vielleicht sollte sich da doch mal was ändern
Man muss heutzutage Ordnung schaffen
Durch Macht und Gewalt und etwas Waffen

 

Ein König, der könnte all dieses richten
So hört man in alten Bibelgeschichten
Der Ölbaum wurde zuerst gefragt
Sein Fett wär zu kostbar, hat er gesagt

 

Der Feigenbaum lehnte ebenfalls ab
Die süßen Früchte wär'n eh schon knapp
Der Weinstock sah überhaupt keinen Sinn
Zu herrschen: wo komm ich da hin!

 

Der Dornstrauch, ja, der könnte es machen
Da hätte man Zuflucht in seinem Schatten
Die Bäume lobten seine feurige Kraft
Er akzeptierte - und hat fortan dornig bestraft

 

 

 

 

 

Eine herrschaftskritische Fabel aus dem biblischen Buch der Richter (9/8-15):

 

„Einst machten sich die Bäume auf, um sich einen König zu salben, und sie sagten zum Ölbaum: Sei du unser König!  Der Ölbaum sagte zu ihnen: Soll ich mein Fett aufgeben, mit dem man Götter und Menschen ehrt, und hingehen, um über den anderen Bäumen zu schwanken?
Da sagten die Bäume zum Feigenbaum: Komm, sei du unser König! Der Feigenbaum sagte zu ihnen: Soll ich meine Süßigkeit aufgeben und meine guten Früchte und hingehen, um über den anderen Bäumen zu schwanken?
Da sagten die Bäume zum Weinstock: Komm, sei du unser König! Der Weinstock sagte zu ihnen: Soll ich meinen Most aufgeben, der Götter und Menschen erfreut, und hingehen, um über den anderen Bäumen zu schwanken?
Da sagten alle Bäume zum Dornenstrauch: Komm, sei du unser König! Der Dornenstrauch sagte zu den Bäumen: Wollt ihr mich wirklich zu eurem König salben? Kommt, findet Schutz in meinem Schatten! Wenn aber nicht, dann soll vom Dornenstrauch Feuer ausgehen und die Zedern des Libanon fressen.“

Der kranke Mann am Bosporus

 

 

 

 

Der Erdogan, der Erdogan
erliegt noch schließlich seinem Wahn
Die Feinde war'n längst ausgemacht,
die hinderten die Sultansmacht:

 

die Lehrer, Richter, Journalisten
Soldaten, Kurden und Artisten
Als Patriarch, da liegt man richtig
und nimmt sich selber furchtbar wichtig

 

Kritik ist völlig überflüssig
Er ist ihr längstens überdrüssig
Den Völkermord hat's nie gegeben
Ein Hirngespinst, das and're weben!

 

Die Freiheit ist nun angezählt
Tyrannen sind vom Volk gewählt
Gefängnisse sind gut besetzt
Wohin das führt, weiß man zuletzt

 

 

 

 

 

 

 

Donald J. Trump

- ein Donald genügt!

 

 

 

 

 

In keinem Heft aus Entenhausen
gibt's so viel Flunkern, so viel Flausen
Ein Vorschlag an das Management:
Take Donald Duck for president!

 

Selbst Dagobert, der große Reiche
- dem unser Mann erstaunlich gleiche -
der hütete nur geizig Geld
Doch dieser zündelt in der Welt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bevor man die Welt verändert,

wäre es vielleicht doch wichtiger,

sie nicht zugrunde zu richten.
 

 

(Paul Claudel, franz. Dichter und Staatsmann, 1868-1955)

 

 

 

 

 

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