Jürgen Wagner
Jürgen Wagner

 

 

 

 

Philosophie

 

 

 

 

Die 'Liebe zur Weisheit', die Philo-sophie, zeigt sich nicht nur in abstrakter, geschliffener Reflexion, es gibt sie auch in dichterischer Annäherung, in religiöser Weisheitsliteratur, im persönlichen Streben, in Sprüchen, Sprache, den Märchen und Sagen des Volkes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herakleitos von Ephesus

 

 

Der Dunkle wurde er genannt

Nicht viel ist noch von ihm bekannt

Dass 'alles fließt', hat er gelehrt

Und ohne 'Anderes' nichts währt

 

 

Der ‚Krieg‘ ist 'Vater aller Dinge'

Im Widerstreit, da mag's gelingen

Der Friede wär‘ die Mutter dann

Doch wann wär' i h r e Zeit denn, wann?

 

 

Die Welt, die sah er als ein Kind,

Das auf dem Brett nach Regeln spielt

Es ist sehend, manchmal blind

Gewinn ist das, worauf es zielt?

 

 

 

 

 

Sokrates

 

 

 

Ein Steinmetz, der nie was geschrieben

Und doch die Welt verändert hat

Sein Geist, er ist bei uns geblieben

Sein Fragen war die große Tat

 

Worum der Mensch sich kümmern soll?

Was sollte sein Bemühen sein?

Die Stadt, das Land – wir werden toll

Wenn Geld und Macht uns führ’n allein

 

Uns sorgen um das Wohl der Seele

Dass wir gut sind ganz und gar

Kein Unrecht werden je erwählen

Lieber leiden in Gefahr

 

Dem Gott gehorchen jederzeit

Mehr als jedes Menschen Wort

Den Tod nicht fürchten noch ein Leid

Nur stehen an dem rechten Ort

 

So lebte er, so ging er auch

Der Jugend galt sein Augenmerk

Heißt Pädagogik, dieser Brauch

Ist heute noch  - ein hohes Werk

 

 

 

 

 

 

Platon

 

 

 

Die ‚Schule‘ kommt aus Griechenland

Freizeit, Muße heißt das Wort

Für Schüler ist das allerhand

Für sie ist es ein Leidensort

 

Einst war es mal ein Privileg

Zu lernen in der freien Zeit

Zu gehen einen geist‘gen Weg

Sich selbst zu machen klar und weit

 

Zu schauen wohl auf das, was ist

Das Wesentliche klar zu seh’n

Die Idee und was Du bist

Und so den Weg des Lebens geh’n

 

‚Dialog‘ zu pflegen war sein Werk:

Was wahr, was gut ist und was schön

Auf das Gerechte, Schüler, merk

Und folg dem Eros in die Höh’n

 

Ist Erkenntnis mal gewonnen

Hat Dialektik uns geklärt

Sind wir gereift und sind besonnen

Wird’s in Verantwortung bewährt

 

 

 

 

 

 

 

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