Jürgen Wagner
Jürgen Wagner

 

Liebe, Freundschaft, Gemeinschaft

 

 

 

 

 

Zu Recht ist die Liebe ein zentrales Thema der Poesie. Manchmal sucht die Liebe Worte, manchmal bevorzugt sie das Schweigen.

 

Ihre Schwestern sind Freundschaft und Gemeinschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der und Die

 

 

 

 

Der Mann: der Pfeil und Bogen,
der Hammer ungelogen,
der kam, der sah und siegte,
der gerne eine liebte

 

Der Aufbruch, Weg, der Geist und Sinn

Der Handel, Plan und der Gewinn
Der Ritter, Jäger, Fürst und Vater
Der Denker, Redner, Herr und Pater

 

Der Sex, der Spaß, der Streit und Krieg
Der Job, der Stress, der Kampf und Sieg
Der Sport, der Wettkampf und der Schatz
Der Bart, der Wagen auf dem Platz

 

Die Bohrmaschine, die bleibt weiblich
Die Technik, Ratio, unbegreiflich!
Die Politik, die Kraft und Macht
Samt Wissenschaft und Kunst - und Pracht!

 

 

 

 

Die Frau: die See, die Tiefe,
die fürsorgliche Liebe,
die Hut, die Hand, die Stätte,
die gerne jemand hätte

 

Geburt und die Empfängnis
Die Freude, die Bedrängnis
Beziehung, Wildheit und Bewahrung

Die Schönheit, Weisheit, die Erfahrung

 

Die Schminke und die Badewanne
Intuition, Romantik und
die Spange
Die Hysterie, die Emotion
Die Angst und die Kommunikation

 

Der Nagellack jedoch bleibt männlich
Der Spiegel, Lippenstift so ähnlich
Der Körper, Schuh und der Kaffee
Der Herd, der Einkauf - und der Tee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer kann

 

 

 

 

Wer kann strahlen mit dem Licht?

Mit Wolken sich ergießen?

Wer kann blühen mit dem Land?

Wer mit Strömen fließen?

 

Wer kann reisen mit dem Wind?

Mit den Vögeln fliegen?

Wer kann tragen mit der Erd‘?

Wer mit Steinen liegen?

 

Wer kann lodern mit dem Brand?

Mit den Flammen schlagen?

Wer kann wurzeln mit dem Baum?

Wer mit Bergen ragen?

 

Ich kann segeln mit dem Wind

Kann mit Blumen blühen

Doch ich kann nicht ohne Dich

Meiner Wege ziehen

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: © rauchcolordia/fotolia

 

 

 

 

 

 

 

 

Mann kann sich in die Liebe schicken 

Nur sollte man sich nicht verstricken

Man mag dem/r Liebsten sich ergeben

Doch nie an ihm/ihr als Klette kleben

 

 

 

 

 

 

Zweisam

 

 

 

Gemeinsam

die Zeit vergessen

und sich vom Fluss des Lebens

forttragen lassen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

We

 

 

Yesterday we built a nest
Tomorrow we'll take our wings
and cross mountains and seas

 


 

 
 
 
 
Rose, rose (altenglische Weise)
LANDR-Rose rose.mp3
MP3-Audiodatei [3.1 MB]

Miteinander

 


 


Mit Dir heut einschlafen,
erwachen früh
Mir Dir auch beginnen
den Tag und die Müh'

Mit Dir etwas schaffen,
was Gültigkeit hat
Mit Hingabe leben,

bergauf und bergab


Mit Dir etwas tragen,
mit Klarheit und Mut
Am Abend einschlafen
- und alles ist gut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Begegnung mit Ameisen

 

 

 

Wir liegen auf der Sommerwiese,

Und lieben uns im Tageslicht

‚Natürlich‘ ist heut' die Devise 

Nur s i e, sie ändern ihre Straße nicht!

 

 

 

 

 

 

 

 

Freundschaft

 

 

 

Jahre haben wir
uns nicht mehr geseh'n


Doch als sich's ergab
trat die Zeit zurück
- und ließ uns eintauchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebeslied

 

 

 

 

 

Wär gerne der Regen auf Deiner Haut

der Mensch, mit dem Du am meisten vertraut

der spielende Wind in Deinem Haar

und mit Dir ein träumendes Liebespaar

 

Wär gerne die Erde, auf der Du gehst

der Mensch, mit dem Du Dich bestens verstehst

das Licht, das am Morgen rötlich anbricht

und mit Dir der Abend, der friedvoll und schlicht

 

Wär gerne die Kirsche in Deinem Mund

der Mensch, der da taugt zu einem Bund

der Fluss, der das Leben nach vorne bringt

und mit Dir ein neues Lied anstimmt

 

Wär gerne das Lied in Deinem Herz

der Mensch, der mit Dir teilt auch den Schmerz

Etude, Romanze und Fantasie

Toccata und Fuge und Sinfonie

 

 

 

 

 

 

 

Lass uns …

 

 

 

 

Lass uns die Liebe breit entfalten

Zusammen wirken und gestalten

 

Lass uns die Liebe groß verstehen

Den Weg gemeinsam mutig gehen

 

Lass uns die Liebe tief empfinden

In Freiheit uns stets neu verbinden

 

Lass uns die Liebe weit ausspannen

Dass Erd‘ und Himmel uns umfangen

 

 

 

 

 

 

Man mag auch mal träumen ...
JW
LANDR-Träumerei ....mp3
MP3-Audiodatei [3.9 MB]

 

 

 

 

 

 

Liebeserklärung

 

 

 


Sieben Wunder hat die Welt
Sechs Kontinente, die man zählt


Fünf spitze Ecken hat der Stern
Vier Kleeblätter, die hab ich gern


Drei Meere gibt es auf der Erde
Zwei Augen sind's, die ich begehre


Ein Mensch, den seh‘ ich, der bist Du
Den möchte‘ ich lieben immerzu!

 

 

 

 

 

 

 

Me and You

 

 

 

 

Me and you in tender love
that fits - but it is not enough

We need the air and all the trees
We need the earth, the rivers and seas

We need the work, a real task
We need development, sometimes a mask

Let's look for pieces that we miss

The bigger the puzzle, the greater the bliss

 

 

 

 

 

 

© Sweet Lana

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestorbene Liebe

 

 

 

 

Nimm einen Kiesel und wirf ihn ins Wasser

Schau die Kreise, wie sie sich entfalten

Mein Gesicht verströmt sich in deinen Augen,

rührt unseres Lebens Gewalten

 

Schnipsel der Erinnerung sind geblieben,

Friedhöfe von Worten und Lachen, klar

Fotografien, grau und verschlissen, sind übrig

Alte Briefe sind gar nicht mehr wahr

 

Traurigkeit lastet auf deinen Schultern

In den Taschen hängen Fetzen der Hoffnung

Tagesanbruch ist Mitternacht, farblos das Leben,

doch bringt es die Wasser unseres Lebens in Bewegung

 

 

Übertragung des Originaltextes Take a pebble (s. Anhang zum Video)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tanze,

als sähe Dir niemand zu

 

Arbeite,

als gäbe es keine Zeit

 

Singe,

als würde Dich niemand hören

 

Liebe,

als wäre Dein Herz nie verwundet worden

 

Lebe,

als gäbe es kein Morgen

 

 

 

Traditionell, bearbeitet

 

 

 

 

Gemeinschaft

 

 

 

Ein Baum in dem Wald
Eine Biene im Staat
Ein Wolf in dem Rudel
Ein Mensch in der Stadt

Ein Baum auf dem Feld
Im Nest eine Maus
Ein Biber im Bau
Nur ein Mensch in dem Haus

Ein Baum in dem Topf

Ein Bär in Bedrängnis
Im Käfig ein Vogel

Ein Mensch im Gefängnis

 

Wir brauchen die Andern,

auch Luft und das Freie,

die Heimat, die Sonne,

dass jeder gedeihe



 

 

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© Jürgen Wagner