Jürgen Wagner
Jürgen Wagner

 

 

Labyrinth

 

 

 

 

 

Das Leben ist ein Labyrinth,

in dem ich immer etwas find’ -

nur selten das, was ich begehr’,

drum zieh’ ich daraus eine Lehr’:

Geduldig geh’ ich meine Schritte,

getragen von der stillen Mitte

 

 

 

 

 

 

Labyrinthe sind Irrgärten, in denen man sich verlieren, aber auch kunstvolle Muster, in denen man das Leben schauen und erfahren kann. An manchen Orten hat man sie angelegt, um sie zu begehen und oder sie meditierend zu betrachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die menschliche Berufung

 

 

 

 

Das Leben ist schwer zu meistern und manchmal nicht zu verstehen. Wir Menschen suchen deshalb nach Orientierung und fragen nach unserer Position und unserem Auftrag in der Welt.

 

Der biblische Schöpfungsauftrag von 1. Mose 1/26-28 besagt, der Mensch solle als 'göttliches Ebenbild' gegenüber der Natur und den anderen Wesen KÖNIG sein und herrschen. Das hatte man einst in Auseinandersetzung mit dem babylonischen Mythos formuliert, wo der Mensch dazu erschaffen wurde, die Mühsal der Götter zu tragen und diese zu entlasten (Enuma elis 6/1-16). Dieser demütigenden Stellung setzten die Israeliten entgegen, dass der Mensch eine königliche Position in der Welt einnehmen soll - ebenso, wie die Gottheit über alles regiert. So setzte sich in unserem menschlichen Bewusstsein fest, wir stünden ü b e r allen anderen Wesen und dürften sie und die Natur beherrschen. Angesichts dessen, was daraus geworden ist, werden wir heute neue Worte dafür finden müssen, was die Berufung und der Auftrag des Menschen in dieser Welt sein kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht,

 

dass wir uns die Erde unterwerfen, alle Wesen beherrschen und selbst dabei ein möglichst angenehmes Leben führen -

 

sondern, dass wir in Kontakt sind mit Mineralien, Pflanzen, Tieren und Menschen, uns des großen Lebens erfreuen und selbst etwas dazu beitragen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Salz der Erde- nicht ihr Gift

Licht der Welt - nicht ihr Verderben

 

 

(zu Mt 5/14-16)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestaltung Christiane Sarraj

Afrikaner sind schwarz, Schwäne sind weiß
Deutsche sind deutsch - wie jeder weiß

 

Ein Pferd, das da denkt, eine Eiche, die spricht
Ein Kiesel, der schwingt - wir spüren's meist nicht

 

Ein Papagei ganz in grau, ein Frosch knallig blau
Die Welt ist so groß - ich weiß es genau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Schatten


 

 

 

Karma


 

 

 

 

Den alten Knoten

geduldig aufdröseln

Die Härten, Blockaden

behutsam lösen


 

Die alten Bilder,

die nehm ich in acht

Die Sätze und Götter

verlier'n ihre Macht


 

Das Sehnsuchts- und Klagelied,

ich mag's nicht mehr singen

Ein neues und stilleres

kann in uns erklingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Labyrinth Zeichnung© Inge Hoppe-Grabinger mfE.

 

 

 

 

 

 

Das Labyrinth des Lebens

 

 

 

 

Man tritt herein
und ist beglückt
ist fasziniert,
sogar entzückt
Man läuft
und fährt
und macht
und schafft


kommt bis zur Mitte
rot entfacht


Wo soll man hin?
Wo ist ein Ziel?
Das käm drauf an,
was man denn will!

 

Vielleicht will man einmal heraus
und Ruhe finden in dem Haus
Dem Räderwerk einmal entflieh'n
Nur fröhlich seiner Straße zieh'n
Die Menschen finden und anschau'n
Den Garten hegen und bebau'n

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LOHN

 

 

 

 

Ein Bauer streute reichlich Samen
auf das steinig wüste Land

Etwas mehr sollte noch werden

als Unkraut nur am Wegesrand!

 

Die Vögel hatten reichlich Futter
Dornen wuchsen rigoros
Die Sonne brannte auf den Felsen
Doch  w e n i g e  gediehen groß

 

 

 

 

 

 

 

Zu dem Gleichnis vom Sämann Markus 4/3-9:

Ein Sämann ging hinaus und streute seine Samen. Einiges fiel auf den Weg - und die Vögel kamen und fraßen es auf. Einiges fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte und verkümmerte. Einiges fiel unter die Dornen, die erstickten es und es brachte keine Frucht. Doch einiges fiel auf gutes Land, ging auf und wuchs und brachte Frucht, manches dreißigfach, einiges sechzigfach und einiges hundertfach. Wer Ohren hat, mag hören!

 

 

 

 

 

 

 

 

Transformation

 

 

 

 

 

Fata Morgana

(nach einer orientalischen Geschichte)

 

 

 

 

 

 

 

"Der Mensch ist der Wolf des Menschen"

(Plautius/Hobbes)

 

 

Aleppo im Herbst 2016 nach einem Luftangriff, bei dem 2 Fassbomben das Krankenhaus der Stadt zerstörten ...

 

 

 

 

 

 

 

Ob der Mensch ein Mensch sein kann - ein sibirisches Märchen
Der Zorn der Taiga.pdf
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