Jürgen Wagner
Jürgen Wagner

 

 

 

 

Frieden

 

 

 

 

 

Frieden zu erreichen, Frieden zu halten, Frieden zu leben - das gehört zu den größten Herausforderungen des Lebens. Das gilt für das äußere Leben genauso wie für das innere.

 

Stürmische Zeiten und bedrohliche Entwicklungen wird es immer geben. Wir können darin untergehen; wir können sie auch versuchen zu bewältigen und zu meistern. Wir können sie als eine Schule begreifen, Ruhe zu bewahren, Klarheit zu gewinnen. Vielleicht kann man irgendwo Verantwortung übernehmen und etwas tun. Vielleicht gilt es auch nur still zu warten, bis die Unwetter verziehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stürmische See

 

 

 

 

 

Das schwindlige Boot

auf des Meeres Wogen

beneidet den Schlummer der Muschel

 

 

Wenn auch die Wellen oben sich türmen -

in der Tiefe ist Stille und Frieden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Innerer Frieden

 

 


 

Fast jeder weiß, wo er gern wäre,

wie's anders könnte besser sein

Kaum einer zieht daraus die Lehre,

stimmt hier mit sich mal überein


 

Ein jeder schaut und möchte haben,

was ihm und seinem Vorteil dient

Kaum einer mag es einmal wagen,

zu tun, was allen nützt und ziemt


 

Ein jeder sieht die Welt im Argen

will's besser, schöner, wie ihr wisst

Kaum einer will sie nicht beharken

und lässt sie so, wie sie grad' ist


 

Wir alle finden viele Worte

für das, wie's besser sollte sein

Kaum einer geht an diese Orte

und kehrt dort aus und kehrt dort ein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Optimist und Pessimist

 

 

 

 

Zwei Frösche sahen einen Eimer
- ängstlich war von ihnen keiner
Der erste sprang direkt hinein
Der and're sogleich hinterdrein

 

Mit frischer Milch war er gefüllt,
so ward ihr Hunger bald gestillt
Sie schwammen viele schöne Runden
und tranken, tranken. Fast versunken,

 

wollt' ersterer wieder heraus
Doch packte ihn alsbald der Graus
Der Eimerrand war spiegelglatt
Er wurd' verzagt, sein Geist wurd' matt

 

Was hat das noch für einen Sinn!?
Er sprach's - und sank - und war dahin
Der zweite ruderte entschlossen
und strampelte ganz unverdrossen

 

Es war schon Nacht, er gab nicht auf
Fast gab er selber nichts mehr drauf
Frühmorgens doch sah er sein Werk -
und fand sich auf 'nem Butterberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schlaflied

 

 

 


Die Welt, sie geht jetzt schlafen
Nun schlaf, mein Kind, auch du
Das Schifflein liegt im Hafen
Und schaukelt sich zur Ruh

Die Sonne ist versunken
Der Mond steigt leis hinauf
Die Stern' am Himmel funkeln
Und haben ihren Lauf

Die Erde ist so stille
Der Himmel ach so weit
Es zirpt die kleine Grille
Ein Lied zur Traumeszeit

 

 

 

 

 

 

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© Jürgen Wagner