Jürgen Wagner
Jürgen Wagner

 

 

 

Auf den Spuren des Glücks

 

 

 

 

 

 

Es geht im Leben nie um das Glück. Es geht um den Weg, um das Vorankommen, um Entwicklung und Sinnhaftigkeit. Aber wenn wir uns auf den Weg machen, die täglichen Aufgaben annehmen, vielleicht sogar unsere Berufung finden, mag sich auch bei uns ein Glück einstellen. Man kann auch mal das große Glück finden,  es kann einem aber auch in den vielen kleinen und großen Dingen des Lebens begegnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Junger Kaiserpinguin © aussieanouk/Fotolia

 

 

 

 

 

Kleines Glücksbrevier

 

 

 

 

Im Regen spazieren
Im Freien kampieren
Die Sonne begrüßen
und jemanden küssen

 

In der Not innehalten
Die Stille aushalten
Und manchmal aufwachen
den nächsten Schritt machen

 

Mal rennen und laufen
Was Schönes sich kaufen
Im Wald sich ergehen
was spüren und sehen

 

Auf die Erde sich legen
Im See sich bewegen
Die Lüfte genießen
und Blumen, die spriessen

 

Den Nächsten beachten
Die Dinge betrachten
Nicht zögern zu handeln
auf dem Wege stets wandeln

 

Etwas tun, etwas schaffen
Sich doch noch aufraffen
Etwas üben und lernen
der Blick zu den Sternen

 

Dem Liede zuhören
Den Sphären und Chören
Mal tanzen und springen
und selbst etwas singen

 

Lieber leiden statt schaden
Lieber hören als fragen
Lieber gehen statt eilen
doch manchmal auch keilen

 

Sich interessieren
Im Buch sich verlieren
Den Menschen begegnen
das Zeitliche segnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zufriedenheit

 

 

 

 

 

 

Zu schwer, zu gewöhnlich, zu hart ist der Pfad
Das Leben hat selten das Rechte parat
Mal ist es zu heiß, dann wieder zu kühl
Mal soll es nicht regnen, dann ist es zu schwül!


Dann gibt's zu viel Arbeit, man bräuchte die Stille
Dann hat man Zeit und es fehlt doch der Wille
Man hat heut' 100 Menschen geseh’n
Uns ist man allein, fühlt man das Vergeh’n


Zum Baum des Lebens strebt hin alle Welt
Zu Glück und Erfolg, zu Macht und zu Geld
Die goldenen Äpfel, sie fallen Dir zu
Wenn Du nicht begehrst und lässt sie in Ruh

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehnsucht

 

 

 

 

 

Manchmal herrscht im Hafen Flaute

 

Still der Wind und wenig Laute

 

Schifflein schaukelt nur ein wenig

 

Zeiten dehnen sich fast ewig

 

Segel möchte ich setzen, fahr’n

 

Mit den Kräften nirgends spar’n

 

Doch ich warte, bin bereit

 

Werde warten auf die Zeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Elemente

 

 

 

 

Das Feuer hat Dich einst gezeugt,

das Wasser Dich genährt, getragen

Die Erde hat Dich schnell erfreut

Der Atem ging ganz ohne Fragen

 

 

Das Feuer mag in dir tief glüh'n,

Gefühle in Dir leise wogen

im Körper sollst Du sicher steh'n

Ein stiller Geist wär hoch zu loben

 

 

Die Vier sind Basis und Geschick

So wird erbaut die Pyramide

Das Fünfte will in den Zenit

Gesegnet sei der inn're Friede

 

 

 






Anm.: aus den 4 Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft setzt sich nach altgriechischer Anschauung die uns bekannte Welt zusammen. Gäbe es noch ein Fünftes? Die 'quinta essentia', das fünfte Wesenhafte steht meist für das Wesentliche, das Hauptsächliche, das, worauf es ankommt.

 

 

 

 

 

 

SVASTIKA

 

 

Ein altes Zeichen gibt Dir Schwung
Das Leben, es ist auf dem Sprung
Die Sonne gibt ihr gold‘nes Licht
Mit jedem Tag, der neu anbricht

 

Ein altes Zeichen kündet Glück
Bewegst auch Du Dich nur ein Stück
Das Lebensrad will nie still steh’n
Es ruht im steten Weitergeh’n

 

Ein altes Zeichen wurd‘ missbraucht

Bis nur noch Qualm aus Trümmern raucht
Doch einst, da hatte man's gefunden
Dass wir dem Lichte so verbunden

 

 

 

 

 

 

 

Das Sonnenrad, die ‚Svastika‘ kommt seit über 10 000 Jahren in verschiedenen Variationen in Asien, aber auch in Europa vor, seltener in Afrika und Mittelamerika. Ihm verwandt sind das Sonnenkreuz, die Triskele und das Keltenkreuz. Sie alle sind Kraftzeichen, die man durchaus magisch nennen darf, die religiös wie säkular genutzt wurden. Das dynamische Symbol repräsentiert den Lauf der Sonne und den Gang des Lebens, den Zyklus von Tag und Nacht und den Gang der Jahreszeiten. Es zeigt etwas von der Lebenskraft schlechthin.

 

Der Sanskrit-Name bedeutet Gut-sein. Das Sonnenrad ist ein grundpositiv besetztes Sonnensymbol, das ja nach Kultur Glück bedeutet (Indien), Überfluss und langes Leben (China) oder Weitergabe der Buddha-Natur (Japan). Bei unseren germanischen und keltischen Vorfahren war das Sonnenrad eine sehr beliebte Zierde, die sich farbenfroh auf Kleidern, Kämmen, Gürteln, Medaillons, Runensteinen, sogar auf Handgriffen fand.

 

Die Nationalsozialisten in Deutschland hatten im 20. Jh. das attraktive Symbol missbraucht, um ihre keineswegs lichten Ziele in der Gesellschaft durchzusetzen: „Denn die neue Fahne musste ebenso sehr ein Symbol unseres eigenen Kampfes sein, wie sie auch andererseits auch von großer, plakatmäßiger Wirkung sein sollte. Ein wirkungsvolles Abzeichen kann in Hunderttausenden von Fällen den ersten Anstoß zum Interesse an einer Bewegung geben (AH, Mein Kampf).

 

 

 

 

 

                                       Das Sonnenrad auf einem Altarstein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Koinzidenz

 

 

 

Wir standen auf dem Kirchplatz

und kamen auf den Punkt

Da erhob sich der Taubenschwarm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Waldnacht

 

 

 

Oh die Buche ........
etwas von Dir
berührt mich in mir -
Was ich suche
davon hab' ich gefunden
etwas - in all den Stunden
die ich verbracht
unter Dir letzte Nacht

 

 

 

 

 

 

 

 

Waldnacht (Oh die Buche ...)
Sprecher, Text und Musik: JW
LANDR-Waldnacht.mp3
MP3-Audiodatei [3.5 MB]

A l l E i n

 

 

 

 

Ziehst Du alleine deiner Wege, muss dich niemand bedauern

Die Sonne ist dir Vater und der Mond dir Mutter

Die Erde ist dein Haus und der Himmel dein Zelt

Die Pflanzen sind deine Freunde und die Tiere deine Gefährten

Die Menschen sind deine Geschwister und deine Vertrauten

Du gehörst zu allen und alles gehört zu dir -

Reicher kann niemand sein

 

 

 

 

 

 

Choral G-Dur
Eigene Komposition
LANDR-Choral G-Dur ..mp3
MP3-Audiodatei [4.3 MB]
© ArTo - Fotolia.com

 

 

 

 

 

Der Christus

 

 

 

 

Einen Zöllner besuchen
Wer uns hasst, nicht verfluchen
Dem Kranken begegnen
Einen Lahmen bewegen

 

Die Ehebrecherin schützen
Das Schwache stets stützen
Kein Böses anrechnen
Und die Augen zu öffnen

 

Vor dem eignen Haus kehren
Unwissende lehren
Moralismus vermeiden
Auch bereit sein zu leiden

 

Ein Kind seh'n und achten
Die Wahrheit nicht pachten
Auf Reichtum verzichten
Das Dunkle mal lichten

 

Im Tiefsten vertrauen
Etwas Neues aufbauen
Selbst frei sein und leben
Auch Berge bewegen

 

Sein Licht nicht verbergen
Zu segnen, zu stärken
Auch Leiden zu nehmen
In Frieden zu gehen

 

 

 

 

 

 

 

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