Jürgen Wagner
Jürgen Wagner

 

Menschliches

 

 

 

 

 

'Menschlich' ist viel. Was wir im betonten Sinne darunter verstehen, spannt einen weiten Bogen und umfasst

 

Mitgefühl und Liebe,

Verstand und Vernunft,

Humor und Geselligkeit,

Stärke und Schwäche,

Kreativität und Stille.

 

Es gehört viel dazu, MENSCH im Vollsinn des Wortes zu sein. Wir Menschen haben eine lange Geschichte - und es ist manchmal gut, sich daran zu erinnern, woher wir kommen und woher wir stammen. Schließlich sind wir nicht vom Himmel gefallen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Geburt des Menschen

 

 

 

Im Schoss der Tierheit lange geruht
Kam er hervor mit Geist und Mut
Ein guter Läufer auf zwei Beinen

Und seine Hände nutzten Steine
 

Er war nicht mehr wie and’re Affen

Er formte Werkzeug, machte Waffen
Bezähmte Feuer, kochte Essen
Und konnt' sich bald mit jedem messen

 

Mit seiner Macht wuchs auch sein Stolz

Er war doch aus ganz and’rem Holz

Als all die and’ren Tiergeschwister

War Gottes Kind und sein Minister!

 

So wurd‘ die Erd‘ das Menschenreich

Und prinzipiell war’n alle gleich

Die Pflanzen durften auch dort sein

Und ein paar Tiere obendrein

 

Vergessen hat das mächt‘ge Tier

Woher es kommt, in seiner Gier

Ist's doch mit allen hier verwandt

Knüpft mit am großen Lebensband

 

Es darf die Erde nicht zerstören

Es muss die leise Stimme hören:

Du träumst von anderen Planeten?

Du kannst doch diesen Garten pflegen!

 

Soll dieser Mensch erwachsen werden

Müsst‘ er sich rücksichtsvoll gebärden

Von Machtdrang und der Gier genesen

Um eins zu sein mit all den Wesen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inspiration

 

 

 

 

Ein Ton ruft ins Leben
Der Klang will ins Sein
Ein Lied lässt mich beben
Ich lasse es ein

 

Ein Wort mag sich regen
Ein Satz gibt den Sinn
Ein Vers will bewegen
Ich schreibe ihn hin

 

Ich hab was gesehen
Vision will Gestalt
Das Bild mag entstehen
Ich male es bald

 

Ich war schon gestorben

Da schlug er noch aus

Ich hab's nicht erworben

Der Stock trieb's hinaus

 

Doch heut mag ich's hegen

Es strömt mit Gewinn

Ein Bächlein im Segen

Das gluckst froh dahin

 

 

 

 

 

 

 

 

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© Jürgen Wagner